Was macht eigentlich…..? – Teil 4: Winnie Forster

Nachdem wir euch in den vorangegangenen Teilen unserer „Was macht eigentlich“ Reihe bereits mit so charismatischen Spiele Testern wie Heinrich Lenhardt oder Boris Schneider-Johne bekannt gemacht haben, wollen wir euch in der aktuellen Folge einen etwas introvertierteren, aber keinesfalls weniger bedeutsamen Vertreter dieser Zunft vorstellen. Die Rede ist von Winfried „Winnie“ Forster.

Obwohl Winnie bereits 1990 beim legendären Multiformat Magazin Powerplay anheuerte, kann man ihn wohl nicht mehr als direkten Mitbegründer der deutschsprachigen Computer- und Videospiele Berichterstattung bezeichnen. Diese Ehre wird vielmehr den oben genannten Urgesteinen gerecht. Dennoch aber sollte sich Forster in den folgenden Jahren zu einem der einflussreichsten und kompetentesten Redakteure seiner Branche entwickeln. Aber alles schön der Reihe nach..

Winnies Start als professioneller Spiele Redakteur kann getrost als konventionell bezeichnet werden. Anders als sein späterer Kollege Michael Hengst, entschied er sich gleich nach dem Abi und der erfolgreichen Absolvierung seines Zivildiensts dazu, sich direkt beim Markt und Technik Verlag zu bewerben. Er hielt sich also nicht lange damit auf, einen „normalen“ Beruf zu erlernen oder gar mit einem Studium zu beginnen (um es kurz danach wieder abzubrechen). Allerdings wurde ihm der Start nicht gerade leicht gemacht und er musste sich seine ersten Sporen in der illustren Powerplay Redaktion erst hart verdienen. Der damalige Chefredakteur Anatol Locker erkannte aber das Potential, das in dem jungen Schreiberling steckte und beförderte ihn bereits nach einem Jahr zum leitenden Redakteur.

1991 entschloss sich der Markt und Technik Verlag aufgrund der immer beliebter werdenden Spielkonsolen dazu, ein neues Videospiele Only Magazin namens Video Games auf den Markt zu bringen. Als aber kurz darauf die leitenden Redakteure Lenhardt und Locker wegen interner Unstimmigkeiten den Verlag verliessen, nutze Winnie seine Chance und wechselte zur vielversprechenden Video Games Redaktion. Nicht zuletzt dank seines Einflusses und seiner kritischen Tests, entwickelte sich das Magazin in den Jahren darauf zum unangefochtenen Marktführer. Ich denke nicht nur für mich, war die Video Games DIE uneingeschränkte Entscheidungshilfe, beim Kauf von neuen Videospielen.

Aber bekanntermassen ist nichts für die Ewigkeit und so schickte sich Forster ab 1993 zusammen mit seinem Kollegen Martin Gaksch dazu an, ein eigenes, neues Magazin für Videospiele auf die Beine zu stellen. Die Rede ist von der bis Heute existierenden MAN!AC. Dank dieser mutigen Entscheidung erlangte Winnie endlich mehr Unabhängigkeit und konnte so eigene Ideen, wie beispielsweise das erfolgreiche Internet Forum MAN!AC Online, realisieren. Parallel arbeitete Forster in dieser Zeit zudem als freier Redakteur für Magazine wie die PC Player oder die Bravo Screenfun.

2002 hatte Winnie Forster aber endgültig genug vom Spiele Redakteur Dasein und gründete seinen eigenen Fachbuch Verlag GAMEplan, den er bis Heute leitet. Hier erschienen in den folgenden Jahren so bekannte Werke wie Spielkonsolen von 1972 bis 2009, Joysticks oder das Lexikon der Computer- und Video- Spielmacher.

Mir persönlich blieben Winnies unkonventionelle Spiele Tests in guter Erinnerung, auch wenn ich einige seiner eigenwilligen Beurteilungen manchmal nicht ganz nachvollziehen konnte (für Probotector am NES nur ein knappes GUT?). Aber gerade sein individueller Geschmack hat Forster immer ausgezeichnet und die erfolgreichen GAMEplan Bücher gehören sowieso in das Regal eines jeden Fans, von klassischen Computer- und Videospielen.

Weitere Infos zu Winnie Forster findet ihr unter:

www.gameplan.de

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