WASD – Texte über Games

Nachdem die Print-Variante des GEE-Magazins nur noch in sehr unregelmäßigen Abständen erscheint, habe ich mich fast schon damit abgefunden, dass die prophetische Vorhersage von Dr. Egon Spengler („Gedrucktes ist tot“) nun tatsächlich Realität zu werden scheint.

Kultige Spielemagazine wie die Power Play, die Videogames oder der Amiga-/ PC Joker mussten längst die Segel streichen und „modernen“ Magazinen Platz machen, in denen es hauptsächlich darum geht, möglichst früh über den kommenden Blockbuster zu berichten oder aber die zigste Fortsetzung eines Fliessband-Shooters über den grünen Klee zu loben. Kritische Rezensionen oder nerdige Artikel über weniger populäre Genre-Vertreter sucht man hier oft vergebens. Ich persönlich verfolgte mittlerweile lieber Blogs im Internet, die von privaten Zockern betrieben werden. Da kommerzielle Interessen hier zumeist keine Rolle spielen, habe ich deshalb am ehesten den Eindruck, besser und vor allem unabhängiger informiert zu werden.

Aber kommen wir nun zur eigentlichen News-Meldung. Am 21. Juni erschien die erste Ausgabe des nagelneuen Magazins WASD (Ego-Shooter-Spielern dürften diese Tastenkombination bekannt vorkommen). Die Macher der Zeitschrift beschreiben ihr Magazin wie folgt:

„WASD ist ein Essaymagazin, das alle sechs Monate in einer kleinen Auflage erscheint. Das Magazin ist eigentlich ein Bookzine, also eine Mischung aus Buch und Magazin. Dieses Bookzine sieht schön aus und macht eine gute Figur im heimischen Bücherregal. Die WASD ist ein nischiges Premiumprodukt. Sie riecht hervorragend, liegt gut in der Hand, das Gewicht und die angenehme Kühle des Umschlags sorgen für ein wohliges Gefühl.“

Die Beschreibung „Premium“ trifft in diesem Fall auch absolut zu, denn den Preis des sogenannten Bookzines kann mit 14,50 Euro wahrlich nicht als günstig bezeichnet werden. Ich habe mir die Erstausgabe (Titel-Story: Tasty Trash – Schlechte Spiele und warum wir sie lieben) trotzdem bestellt und freue mich nun auf ein Lesevergnügen fernab von dem, was man momentan in den Regalen der Zeitschriftenläden finden kann. Mut zum Risiko sollte auf jeden Fall belohnt werden. Mehr Infos hierzu findet ihr auf wasd-magazin.de

4 Antworten to “WASD – Texte über Games”

  1. Danke für den Tipp. Dass es immer weniger Print-Magazine geben wird, ist unausweichlich. Leider. Aber dafür versuchen sich immer mehr freie Autoren an solchen Magazinen wie das WASD und das bringt frischen Wind in den Spielejournalismus.

  2. Polichronis Moutevelidis Says:

    Die Zeit in der man sich noch jeden Monat auf die Amiga Joker freute ist ja leider schon sehr lange her und beschreibt für mich die magische Ära der Videospielezeit, die sich leider auch in dieser Form nicht mehr wiederholte. Mit der Einzug der Playstation gab es für mich persönlich noch einmal eine ähnliche Faszination für Videospiele, brachte aber dennoch nicht diese Athmosphäre wie zu Commodores Zeiten.

    Vielen Dank für den Tipp !!!!
    Vielleicht bekommt man ja ein zweites mal den Einblick in die goldene Zeit !!

    • Ging mir damals ähnlich wie dir. Hab mich immer schon auf die neue Ausgabe der Videogames oder des PC Jokers gefreut und habe die Artikel förnlich verschlungen. Die WASD und die GEE gehören zur neuen Generation von Spielezeitschrift. Fernab von Prozentwertungen und Werbe-Previews.

  3. Dann bin ich ja mal gespannt und werde mir das ganze doch mal ansehen müssen🙂

    Ich habe vor Tagen alte Playstation 1 Spiele noch einmal wieder angetestet🙂 Die Zeiten haben sich seit Amiga und Paystation 1 ganz schön geändert !!!

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