Ralph Baer verstorben

Der Erfinder der ersten kommerziellen Spielkonsole, Ralph Baer, verstarb letztes Wochenende im Alter von 92 Jahren.

Nachdem er seine Heimat Deutschland vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs unfreiwillig verlassen musste, hätte wohl niemand ernsthaft daran geglaubt, dass dieser Junge später einmal als Vater der Videospiele in die Geschichte eingehen sollte. Auch nachdem der technikbegeisterte Baer in seiner neuen Heimat USA als Ingenieur bei einem Rüstungsunternehmen anheuerte, deutete viele Jahre nichts auf seinen ausgeprägten Spieltrieb hin.

Während einer langweiligen Busfahrt, Mitte der 60er Jahre, soll Ralf Baer der Legende nach allerdings die geniale Idee von der Verknüpfung von Unterhaltungsspielen und Fernsehgeräten gekommen sein. Der Rest ist Geschichte. Nachdem ihm sein Arbeitgeber dann tatsächlich ein kleines Budget für die Vermarktung dieser Vision zur Verfügung stellte, veröffentlichte Baer zusammen mit dem Fernsehgerätehersteller Magnavox 1972 die erste Spielkonsole namens Odyssey.

Besitzer dieses Technik-Wunderwerks durften dann in ihren eigenen vier Wänden simple Sport- und Gesellschaftsspiele auf ihrem Fernseher zocken (die allesamt frappierend an das Urspiel Pong erinnerten). Natürlich noch in Schwarz-Weiß, mit bunten Folien, die auf den TV-Bildschirm gepappt wurden.

Da sich Ralph Baer seine Spielidee nicht patentieren ließ, machten spätere leider andere den großen Reibach (wie zum Beispiel Atari-Erfinder Nolan Bushnell). Der Titel „Vater der Videospiele“ dürfte allerdings für immer mit dem Namen Ralph Baer verknüpft sein.

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